Empfehlung zur Grund- und Startdüngung

2026. Mai 11., Montag

Empfehlung zur Grund- und Startdüngung

Die Grundlage für Ertragssicherheit und hohe Erträge ist eine gut durchgeführte Grunddüngung. Bei Frühjahrskulturen sollte der Stickstoffgabe die gemeinsame Ausbringung von Phosphor und Kalium vorausgehen, sofern dies im Herbst noch nicht erfolgt ist. Wir sollten nicht darauf verzichten, diese auszubringen, denn nur damit können wir sichere und hohe Erträge aufbauen.

Die NPK-Grunddüngung von Mais und Sonnenblumen sollte spätestens Anfang April erfolgen. Kaliumbetonte NPK-Grunddünger (z. B. NPK 0-10-20, 0-10-28) werden dank ihrer hochwertigen, wasserlöslichen Rohstoffe schnell pflanzenverfügbar und können daher auch bei Frühjahrsanwendung rechtzeitig genutzt werden. Bei der Frühjahrsapplikation ist eine schnelle Löslichkeit besonders wichtig. Kompaktierte NPK-Dünger besitzen eine poröse Struktur und eine große spezifische Oberfläche, wodurch sie sich leichter lösen und ihre Nährstoffe auch bei trockeneren Frühjahrsbedingungen schneller verfügbar werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass 100 % des Stickstoff- und Kaliumgehalts sowie mindestens 95 % des Phosphorgehalts wasserlöslich sind. Zusätzlich enthalten sie – je nach Zusammensetzung – Schwefel, Calcium, Magnesium, und Premiumprodukte auch Mikronährstoffe.

Obwohl der Kaliumbedarf von Mais und Sonnenblumen höher ist als der Phosphorbedarf, empfiehlt sich auf phosphorarmen Böden der Einsatz von ausgewogenen NPK-Düngern mit P/K-Verhältnis.
Die NPK 8-15-15 oder NPK 4-24-24 sind auf solchen Standorten eine sehr gute Wahl.

Kompaktierte NPK-Dünger lösen sich aufgrund ihrer großen, unregelmäßigen Oberfläche schnell in Wasser und eignen sich daher für eine sofortige Nährstoffversorgung. Dies ist besonders vorteilhaft bei geringer Bodenfeuchte oder verspäteter Ausbringung.

Nicht vergessen: Für eine gute Anfangsentwicklung werden zusätzlich 100–200 kg/ha stickstoffwirksamer Nährstoff in Form von Pétisó benötigt. Pétisó eignet sich hervorragend als Grund- und Starterdünger. Wenn über komplexe Dünger nicht genügend Stickstoff ausgebracht wurde, sollte zur Saat so viel Pétisó gegeben werden, dass etwa 30–40 kg/ha Stickstoff für die frühe Entwicklung gesichert sind. Pétisó liefert neben Stickstoff auch wichtiges Calcium und Magnesium in den Boden. Bei deren Mangel sind Wurzelbildung und Chlorophyllbildung gestört, die Pflanzen sind weniger stressresistent und die Wasserbilanz verschlechtert sich. Für diesen Zweck sind leicht auswaschbares Ammoniumnitrat sowie Harnstoff, der hohe Stickstoffverluste verursacht und keimhemmend wirken kann, nicht geeignet. Diese führen zudem zur Bodenversauerung und geringerer Ertragsleistung.

Bei modernen, intensiv gezüchteten Mais- und Sonnenblumenhybriden ist die frühe Aussaatfähigkeit und schnelle Jugendentwicklung ein wichtiges Züchtungsziel. Kaltes Frühjahrswetter und niedrige Bodentemperaturen begrenzen die Nährstoffverfügbarkeit des Bodens, was zu verzögertem Auflaufen und langsamer Entwicklung führt (obwohl in dieser Phase besonders leicht verfügbares Stickstoff und Phosphor benötigt wird). Häufig zeigt die Pflanze einen relativen Phosphormangel durch Anthocyanfärbung der Blätter. Dies führt zu Stress und Ertragsverlusten.

Daher ist es wichtig, Mais und Sonnenblumen vor unregelmäßigen Wetterbedingungen wie plötzlicher Abkühlung oder Erwärmung zu schützen. Die Lösung ist eine Mikro-Starterdüngung, die eine starke Wurzelentwicklung sowie gleichmäßiges und schnelles Auflaufen gewährleistet, ohne wachstumshemmende Bodenbestandteile in die Wurzelzone einzubringen. Der Genezis NP Gold Starter 10:48 Mikrogranulat enthält ausschließlich leicht verfügbare, hoch wasserlösliche Nährstoffe.

Die empfohlene Aufwandmenge des Mikrogranulats (Genezis NP Gold Starter 10:48 + 1 % Zn + 0,1 % B + 0,3 % Fe) bei der Aussaat beträgt 15–25 kg/ha. Dabei gelangt der Nährstoff direkt in die Nähe des Saatkorns, also in die Wurzelzone der keimenden Pflanze. Dies verbessert die Nährstoff- und Wasseraufnahme erheblich und ist besonders in trockenheitsgefährdeten Gebieten vorteilhaft. Der Verzicht auf Mikrostarter kann zu einem vorübergehenden Phosphormangel führen, selbst wenn genügend Phosphor im Boden vorhanden ist, und dadurch 10–15 % Ertragsverlust verursachen. Zudem sorgt ein gut entwickelter und geschlossener Bestand für weniger Unkrautdruck.

Eine ungleichmäßige Bestandesentwicklung kann zu Ertragsverlusten von über 2 t/ha führen, was etwa den Düngerkosten von 1 ha Mais entspricht.
Verlieren Sie keine 10–15 % Ertrag! Frühe Aussaat, kalter Boden – die Lösung ist Genezis Gold NP Starter!
Für gesunde Bestände und hohe Erträge sollten Sie im Frühjahr ausreichend und ausgewogen mit Genezis-Produkten düngen.

Autor: Dr. Csaba Varga, Fachberater und Entwicklungsmitarbeiter, Nitrogénművek Zrt.