2026. März 11., Mittwoch
Zu Beginn der Vegetation ist die wichtigste Aufgabe die Nachdüngung der Winterkulturen. Doch welche Fragen müssen wir uns in diesem Zusammenhang stellen und beantworten?
Natürlich setzen die Antworten die Kenntnis des WARUM? voraus. Das heißt: Warum muss eine bestimmte Menge an Nährstoffen ausgebracht werden, in welcher Entwicklungsphase und mit welchem Produkt bzw. welchen Produkten? Da bei der Nachdüngung in erster Linie die Ergänzung der Hauptnährstoffe (mit Ausnahme von Phosphor und Kalium) Ziel und Möglichkeit zugleich ist, beschränken wir uns hier auf diese Elemente. Eine gute Grundlage für die Bestimmung der Aufwandmenge ist der spezifische Nährstoffbedarf (Tabelle 1).

Aus den Erfahrungen der letzten Jahre wissen wir, dass rentabler Pflanzenbau nur durch Effizienzsteigerung und intensive Bewirtschaftung – also durch das Erzielen höherer Erträge bei höheren Inputkosten – möglich ist. Dies wird auch durch die in westeuropäischen Ländern eingesetzten Wirkstoffmengen und die dort erzielten Erträge bestätigt. Wirtschaftlicher Erfolg ist daher – bei Erfüllung aller übrigen Voraussetzungen – nur durch die Ausbringung ausreichender Nährstoffmengen erreichbar.
Die Nährstofflieferfähigkeit unserer Böden nimmt stetig ab. Die Stickstoffbereitstellung erfolgt bodenseitig über den Humusgehalt, dessen Umfang jedoch stark begrenzt und stark von der Witterung (und weiteren Faktoren) abhängig ist. Daher muss der überwiegende Teil der aufgenommenen Nährstoffe durch Düngung bereitgestellt werden.
Wann sollten wir die erforderliche Wirkstoffmenge ausbringen?
Grundsätzlich unmittelbar vor den für den jeweiligen Nährstoff kritischen Entwicklungsstadien. Die Phase intensiver Nährstoffaufnahme bei Weizen und Raps ist das Ende der Bestockung bzw. der Beginn des Schossens. In diesem Zeitraum nimmt die Pflanze mindestens zwei Drittel ihres Bedarfs an Stickstoff, Calcium, Magnesium und Schwefel auf – und das sehr schnell: je nach Nährstoff zwischen 0,2 und 5,0 kg pro Tag. Was den Pflanzen in dieser Phase nicht zur Verfügung gestellt wird, kann später nicht mehr vollständig ausgeglichen werden.

Welchen Dünger sollten wir verwenden?
Auch hier ist die Antwort einfach: den effizientesten. Die Frage ist nur, ob wir dies tatsächlich objektiv beurteilen oder uns ausschließlich am Preis pro Einheit orientieren. Auf den ersten Blick scheint der Preis entscheidend zu sein, doch ein „günstiger“ Dünger ist nicht zwangsläufig der effizienteste.
Betrachten wir beispielsweise die Stickstoffverluste verschiedener Düngertypen. Harnstoff weist mit 46 % den höchsten Stickstoffgehalt auf, jedoch gehen durch Abgasung etwa 13 % (oder mehr) verloren. Beim KAS 27 -Typ-Pétisó liegt dieser Verlust laut Untersuchungen unter 1 %. Das bedeutet, dass beim Harnstoff mehr als 28 % des Stickstoffgehalts verloren gehen – sein tatsächlicher Wirkstoffpreis ist somit entsprechend höher.
Darüber hinaus versauert Harnstoff den Boden erheblich. Bei 100 kg eingesetztem Harnstoff müssen 80–100 kg Calciumcarbonat ausgebracht werden.. 100 kg granuliertes Kalkmaterial kosten – ohne Ausbringungskosten – etwa 15–25 Euro.
Warum ist Bodenversauerung problematisch?
Weil Pflanzen aus sauren Böden weniger Nährstoffe aufnehmen können – diese werden gebunden oder ausgewaschen. Der Wert der dadurch nicht verfügbaren Nährstoffe bedeutet einen weiteren Verlust von 35 – 50 Euro/ha.Auch neutrale oder schwach alkalische Böden sind nicht uneingeschränkt unproblematisch. Ein neutraler oder höherer pH-Wert bedeutet nicht automatisch, dass Calcium in pflanzenverfügbarer Form vorliegt – Calcium kann somit zum ertragslimitierenden Faktor werden. Zudem fördern alkalische pH-Werte und wassergesättigte Böden die Denitrifikation, was ebenfalls Stickstoffverluste verursacht. Hinzu kommt, dass bestimmte KAS-Düngertypen neben Stickstoff und Calcium auch Magnesium und Schwefel liefern – beide für Pflanzen essenziell. Eine separate Ausbringung dieser Nährstoffe bedeutet zusätzliche Kosten; ihr Mangel senkt Ertrag und Qualität.
Produkte zur gleichzeitigen Versorgung mit Stickstoff, Calcium und Magnesium sind Pétisó (27 % N + 7 % CaO + 5 % MgO) und GreenMax (15,9 % N + 16,1 % CaO + 11,6 % MgO). Beide enthalten Calcium und Magnesium in fein vermahlener Dolomitform mit hoher spezifischer Oberfläche und Reaktivität. Pétisó enthält pro Tonne 228 kg, GreenMax 550 kg abgebauten heimischen Dolomit (in Carbonatform). Pétisó versauert den Boden nicht und eignet sich daher zur Stabilisierung des pH-Werts bei geringerem Calcium- und Magnesiumbedarf. Die granulierte Form ermöglicht größere Streubreiten und eine länger anhaltende Stickstoffversorgung.
GreenMax empfiehlt sich bei sauren Böden zur pH-Anhebung in Richtung Neutralbereich. Eine Tonne GreenMax entspricht etwa einer Kalkung mit 300 kg/ha. Es ist granuliert, gut streufähig und liefert neben Stickstoff große Mengen Calcium und Magnesium. Eine pH-Erhöhung ist bereits im Jahr der Ausbringung zu erwarten.
Falls neben Stickstoff auch Calcium und Schwefel ergänzt werden müssen, steht Pétisó+S 24-12 oder Pétisó S-Max 20-18 zur Verfügung (24 bzw. 20 % N und 12 bzw. 18 % S als SO₃). Ersteres eignet sich bei geringerem, letzteres bei höherem Calcium- und Schwefelbedarf. Beide sind granulierte Produkte.
Wenn die Ergänzung von Stickstoff, Calcium, Magnesium und Schwefel erforderlich ist, empfiehlt sich bei einer Nachdüngung Pétisó oder GreenMax und bei der anderen Pétisó+S 24-12 oder Pétisó S-Max 20-18. Vergessen Sie nicht: Mit der Anwendung von Pétisó und GreenMax schützen Sie nicht nur die Umwelt, sondern erzielen auch eine bessere Nährstoffausnutzung, wirtschaftlichere Produktion, höhere Erträge und geringere spezifische Kosten.